Was macht gesundes Stehen aus…

…und warum treten, trotz  besser gestalteter Arbeitsplätze, immer noch gesundheitliche Probleme auf?

Es gibt in den Firmen ja schon viele Verbesserungen, z.B.:

  • Ergonomische Maschinengestaltung
  • Schweres Tragen und Heben wird vermieden
  • Ungünstige Drehbewegungen werden verhindert
  • Angebot von Sitzmöglichkeiten
  • Bewegte Pausen und Sportangebote am Arbeitsplatz
  • Flexible Pausengestaltung

Aber woher kommen denn dann die Beschwerden, die in den verschiedenen Bereichen des Körpers, wie z. B. dem Herz-Kreislauf System aber auch der Wirbelsäule und den Füßen auftreten?

Hierzu etwas Hintergrundwissen:

Der Mensch hat bei seiner Geburt mehr als 300 Knochen, als Erwachsener nur noch 206. Hiervon 26 in jedem Fuß und 27 in jeder Hand. Ca. 656 Muskeln halten uns in Bewegung, diese unterscheiden sich grob nach:

    • Skelettmuskeln – willentlich steuerbar.
    • Herzmuskel – vom Sinusknoten gesteuert.
    • Glatte Muskulatur – vom vegetativen Nervensystem gesteuert.

Weiterhin haben wir in unserem Körper Sehnen, Bänder, Faszien, Knorpel, Bandscheiben, Nerven… u. v. m.

Also ganz schön viele Komponenten, die reibungslos zusammenarbeiten müssen, um den Menschen „am Laufen“ oder eben auch „am Stehen“ zu halten. Doch wie bei einer Maschine, die zweckentfremdet genutzt wird, zwingen auch wir unseren Körper oft dazu, Arbeit zu verrichten, für die er vielleicht kurzfristig geeignet ist, die ihm aber langfristig schadet. Wer schon mal mit einer Haushaltsschere Draht geschnitten hat, weiß, was wir meinen. Also was passiert mit unserem Körper beim ausdauernden Stehen?

Was passiert eigentlich in uns bei ausdauernd stehenden Tätigkeiten?

1. Die Muskulatur ermüdet und die Körperhaltung verändert sich.
Große Muskelgruppen leisten die Hauptarbeit beim statischen Stehen. Wenn diese ermüden, sucht der Körper eine Ausweichposition. Verschiebungen im Körper sind die Folge. Diese führen erst zu Verspannungen und in der Folge zu z. B. Bandscheibenvorfällen, Bandscheibenvorwölbungen, Nerveneinklemmung, Sehnenentzündungen.
2. Die Durchblutung wird gestört.
Unser Blutkreislauf ist genau das, ein Kreislauf und das mit erschwerten Bedingungen. So muss das Blut einen Höhenunterschied von ca.1,50 m überwinden, um gleichmäßig im Körper verteilt zu werden. Das Herz hat dabei Unterstützung durch die Wadenmuskulatur, doch bei langandauernder stehender Tätigkeit kann diese Muskelpumpe nicht richtig arbeiten. Die Venenklappen können oft die stark erweiterten Venen nicht mehr richtig schließen und das Blut wird nicht mehr beim Fluss Richtung Herz unterstützt, es versackt in den Beinen. Stauungen, Gefäßschäden, schwere, juckende Beine, brennende Füße, Fußsohlenschmerz, Krämpfe, Entzündungen und Thrombosen, sowie Krampfadern können die Folge sein.
3. Die Füße verändern sich.
Platt-Senk-Spreizfüße bedeuten Schmerzen in den Füßen, aber auch viele Beschwerden weiter oben können hiervon kommen. Seien es Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Hüft- und Kniegelenksbeschwerden. Auch Durchblutungsstörungen der Beine können durch unbeweglich gewordene Füße ausgelöst werden. Fußschmerzen sind ein Warnsignal des Körpers, und sollten daher immer ernst genommen werden.
4. Die Konzentration lässt nach.
Schmerzen aufgrund der ermüdeten Muskulatur, Beschwerden durch die schlechte Durchblutung und Müdigkeit aufgrund der schlechteren Sauerstoffversorgung sorgen dafür, dass die Konzentration nachlässt. Verspannungen und ein allgemeines Unwohlsein sorgen zusätzlich noch für Ablenkung. Die Folge: Die Fehlerquote erhöht sich.
5. Nicht zu vergessen: die psychische Belastung.
Die Schmerzen, oft auch in der Freizeit können zermürben. Ein Ausgleich über Sport oder einfach mal an der frischen Luft spazieren gehen, entfällt aufgrund der Müdigkeit. Durch die Einschränkungen, kann das Arbeiten im Stehen zunehmend als Stress empfunden werden. Es kommt während der Arbeitszeit zu häufigeren Pausen und die Arbeitsmotivation sinkt.

Das Problem von den Füßen her angehen!

Bei einem Haus, bei dem das Fundament nicht ordentlich gemacht wurde, wird es über kurz oder lang zu Problemen in den darüber liegenden Stockwerken bis zum Dach kommen.

Nicht anders beim Menschen. Unser Stand fängt bei den Füßen an. Natürlich sind hier die Schuhe wichtig, aber ein normaler, wie auch ein Arbeitsschuh kann nicht allen Anforderungen gerecht werden und harte Betonböden machen ein gesundes Stehen oft unmöglich.

Unsere ergonomischen Steharbeitsplatzmatten helfen hier.Einmal isolieren sie den Boden und durch ihren speziellen Aufbau sowie dem elastischen Material kommt es zu einem „bewegtem“ Stehen. Kleine, oft unbewusste Bewegungen belasten die Strukturen im Körper abwechslungsreich. Es findet ein Durchbrechen der alten ungünstigen Muster statt und somit auch der Anspannung. Statt wie sonst nur immer die gleichen Muskelanteile zu nutzen werden verschiedene Anteile des Muskels angesprochen, während andere in der Zeit Pause haben. Eine Überlastung, die meistens zu einer Verspannung mit all Ihren Folgeproblemen führt wird somit vermieden.

Zusätzlich ist es sinnvoll jede Möglichkeit zu nutzen sich zu bewegen.

  • Schütteln Sie Ihre Beine aus.
  • Variieren Sie Ihre Schrittstellung und kippen Sie Ihr Becken vor und zurück.
  • Belasten Sie Ihre Beine abwechselnd.
  • Richten Sie den Oberkörper bewusst auf.
  • Suchen Sie Länge in Ihrem Körper indem Sie den Scheitel zur Decke ziehen.
  • Entspannen Sie Ihren Schultergürtel, indem Sie Ihr Brustbein anheben.
  • Strecken Sie Ihren Nacken, indem Sie Ihr Hinterhaupt nach oben ziehen.
  • Entlasten Sie die Muskulatur, durch kleine Hilfestellungen. Lehnen Sie sich einen Moment an, stützen Sie sich ab oder verwenden Sie einen Stehpult.
  • Wenn möglich, gehen Sie ein paar Schritte.
  • Stellen Sie, falls möglich, in Schrittstellung das vordere Bein, auf einen kleinen Kasten von etwa 20 Zentimeter Höhe.
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